Willkommen im Labor

Das nächste Experiment für zeitgenössisches Musiktheater blubbert schon in den Reagenzgläsern von Opera Lab Berlin. Wir - ein Ensemble aus Sänger:innen, Instrumentalist:innen, Komponist:innen, Regiesseur:innen, Licht- und Sounddesigner:innen, Kostüm- und Bühnenbildner:innen, Tänzer:innen, Choreograph:innen, performance artists, Schauspieler:innen - vereinen alle Theaterhandwerke um eigenständige Unikate entstehen zu lassen. Immer auf der Suche nach neuen Narrativen, dazugehörenden Formaten und spannenden Spielstätten.

It's Gonna Rain November 2026 English Theatre Berlin

Was gezeigt wird, existiert. Was nicht gezeigt wird, verschwindet.

Im Jahr 1965, inmitten der Bürgerrechtsbewegung, rassistischer Konflikte und tiefgreifender gesellschaftlicher Umbrüche in Amerika, nahm Steve Reich die Stimme des schwarzen Straßenpredigers Brother Walter auf, der verkündete: „It’s gonna rain.“ Eine Warnung vor einer Katastrophe wurde zu einer Schleife: wiederholt, fragmentiert und transformiert.

Sechzig Jahre später interpretiert das Opera Lab Berlin Reichs „It’s Gonna Rain“, „Come Out“ und „Piano Phase“ als neues Musik- und Tanztheaterstück neu. Durch Choreografie und Reichs radikale musikalische Experimente folgt das Stück den Mechanismen der Aufmerksamkeit selbst: wie Wiederholung Bedeutung schafft, wie Sichtbarkeit Macht schafft und wie das Zentrum existiert, weil wir es immer wieder betrachten.

Das Jahr 1965, die Gegenwart und eine ungewisse Zukunft prallen in einer Gesellschaft zusammen, die in einem permanenten Spektakel gefangen ist – einer Welt, in der Realität, Darstellung und Überwachung zunehmend verschmelzen. Bilder dokumentieren die Realität nicht einfach nur; sie konstruieren sie. Wiederholung erzeugt Wahrheit. Aufmerksamkeit wird zur Macht. Sichtbarkeit wird zur Währung.

Wer nimmt den Mittelpunkt ein? Wer wird gehört? Wer wird gesehen? Wer gehört dazu? Und wer darf die Realität konstruieren, die alle anderen sehen?

„It’s Gonna Rain“ fragt nicht, was passiert, wenn sich die Geschichte wiederholt, sondern was passiert, wenn sie nie aufgehört hat.

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Performers: Astan Meyer, Francesca Verga, Omí, Evan Gardner, Ruben Nsue
Musik: Steve Reich & Opera Lab Berlin
Regie & Choreografie: Ruben Nsue
Musikalische Leitung: Youka Snell
Regieassistent: Ben Goldby
Dramaturgie: Ben Goldby & Samuel Chalela Puccini
Produktionsleiter: Christo Schleiff |
Kostüm- und Bühnenbild: Ela Bahena
Video: Samuel Chalela Puccini | Lichtdesign: Jung Haesoo
Toningenieur: Felix von Dohlen
Maskenbildner: Martin Rink
Produktionsassistenten: Giuseppe Trovato & Ye Juntao
Externer Berater: Daniel Brunet
Presse & PR: Sarah Rosenau
Künstlerischer Leiter: Evan Gardner

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